Über die Mifflin-St Jeor-Formel und ihre Forscher
Die Mifflin-St Jeor-Formel wurde 1990 von einem Forschungsteam der University of Nevada School of Medicine veröffentlicht, unter der Leitung von M.D. Mifflin und S.T. St Jeor — daher stammt auch ihr Name.
Woher stammt die Formel?
Die Formel wurde 1990 in einem Aufsatz im American Journal of Clinical Nutrition vorgestellt, unter dem Titel „A new predictive equation for resting energy expenditure in healthy individuals". Das Forschungsteam — angesiedelt im Nutrition Education and Research Program der University of Nevada School of Medicine in Reno — maß den Ruheumsatz von 498 gesunden Erwachsenen und nutzte diese Daten, um eine Formel zu entwickeln, die den Ruheumsatz aus Gewicht, Größe, Alter und Geschlecht vorhersagt.
Warum wurde eine neue Formel gebraucht?
Die zuvor am weitesten verbreitete Formel, die Harris-Benedict-Formel, stammte aus dem Jahr 1919 und basierte auf einer schlanken Stichprobe aus dem frühen 20. Jahrhundert (239 Erwachsene beider Geschlechter), deren Körperzusammensetzung sich von der heutigen, im Schnitt schwereren Bevölkerung unterscheidet. In modernen Validierungsstudien überschätzt sie den Ruheumsatz bei vielen Erwachsenen tendenziell. Das Mifflin-St Jeor-Team wollte einen genaueren Prädiktor für die heutige Bevölkerung entwickeln — und eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2005 bestätigte später genau das: Sie sagte den gemessenen Ruheumsatz genauer voraus als die älteren Formeln. Die ganze Geschichte dieses Vergleichs steht in der Formel erklärt, oder rechne selbst mit dem Mifflin-St Jeor-Rechner oder dem Grundumsatz-Rechner.
Warum trägt sie ihre Namen?
Wissenschaftliche Formeln werden üblicherweise nach den Forschern benannt, die sie veröffentlichen — so wie zuvor bei der Harris-Benedict-Formel. „Mifflin-St Jeor" würdigt schlicht die beiden Hauptautoren der Studie von 1990.